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Die Burg ist heute ein empfehlenswertes
Ausflugsziel, enthält sie doch für den historisch Interessierten
Bausubstanzen aus vier Jahrhunderten, deren bedeutsamster Teil der teilweise
wieder aufgebaute mächtige Batterieturm aus der Zeit Franz von Sickingens
ist. Daneben eröffnet sich von der Höhe der Festung ein weiter
Blick über das Bruch und das Nordpfälzische Bergland.
Die Sickingen-Burg Nanstein
Burg
Nanstein hat den Namen von der Felsengruppe aus rotem Sandstein, die den
80 m hohen Schloßberg um weitere 15 m überragt. Die Burganlage
gliedert sich in eine zentrale Hauptburg und eine mehrteilige Vorburg.
Um 1600 hatte die Burg ihre größte Ausdehnung mit ca. 125 m
Länge und fast 100 m Breite; die heutige Ruine ist knapp 100 m lang
und 50 m breit. - Reste der südlichen Vorburg sind das Haupttor (1),
die Untere Ringmauer mit Sternwerk (3) und die davon abzweigende Stadtmauer
(4) sowie ein Teil der Zwingermauer (i); von der nördlichen Vorburg
stehen noch die Reste des Wachthauses (6) und der Burgkapelle (7). - Von
dort führt eine neuere Treppe (8) in die Hauptburg. Im Burghof (18)
liegt links der ehem. Rittersaal (u), seit 1963 Schauplatz der alljährlichen
Burgspiele (27). Rechts der Gewölbegang (12) führt in einen
Treppenturm (14) mit der Jahrzahl 1518 zu der Sterbekammer Franz v. Sickingens
(15), die tief in den Nansteinfelsen eingehauen ist. Die Treppenstiege
(14) geht hinauf, zur Plattform (17), die einen herrlichen Ausblick über
die Stadt und die Weite des Landstuhler Bruches bietet.- Besonders beachtenswert
sind auch die Küche (26) mit Wappensteinen, das Große Rondell
des ehem. Batterieturmes (25/t) wie auch das Kleine Rondell (22) mit der
wappengeschmückten Brunnenschale von 1560 und der Sickingen-Statue
von 1900; hier (22) soll Ritter Franz am 1. Mai 1523 die tödliche
Wunde empfangen haben.
(Die Zahlen bezeichnen die entsprechenden Stellen im Burgplan)
Burg Nanstein: Burgplan

Heutige Reste: 1-32
| 1 |
Haupttor mit 2 Schießkammern
und Maulscharten (ca. 1550) |
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17 |
Reste eines Wartturmes von ca. 1300;
davor Aussichtsplattform |
| 2 |
Äußerer Vorhof |
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18 |
Innerer Burghof. - Zuschauerraum der
Burgspielbühne |
| 3 |
Untere Ringmauer, ca. 4 m dick (Reste
von y)
1, 2, 3 restauriert 1965-1968 |
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19 |
Burgbrunnen, ca. 120 m / 375 Fuß
tief |
| 4 |
Südliche Stadtmauer (in Richtung
Kurhaus "Sickingen") m. Resten eines Wachturmes
(sog. "Halbmond") |
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20 |
Brunnen-Nische |
| 5 |
Freier Platz mit Burgschenke |
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21 |
Hofanlage, 1860 angelegt |
| 6 |
Wachthaus v. 1595 mit Treppenturm |
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22 |
sog. Kleines Rondell von 1875, mit
Brunnenschale von ca. 1560 und Sickingen-Statue
von 1900 |
| 7 |
Burgkapelle |
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23 |
Südöstliche Abschlußmauer
von 1875 auf den Außenfundamenten von s |
| 8 |
Treppenaufgang in die Hauptburg |
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24 |
Treppenturm zu 25/t und zu den ehemaligen
Anlagen auf s |
| 9 |
Burgeingang mit Holztor und Maulscharte;
hofseitig ein römisches Merkur-Relief |
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25 |
sog. Großes Rondell von 1875,
mit 3 Lichtschächten, auf den Resten von t |
| 10 |
Wachstube mit Fenster zu 8; Raum des
heutigen Burgwartes |
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26 |
Küche von ca. 1520 mit Kellertreppe,
3 Wandschranknischen, Spülstein, Wappensteinen,
Ziersteinen |
| 11 |
Eingang in die Kellergewölbe unter
27/u, 26, 25/t |
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27 |
Terrasse mit Zugangstreppen von 18
und 26. - Seit 1963 Burgspielbühne |
| 12 |
Gewölbedurchgang nach 13/p |
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28 |
Großes Bogenfenster des ehemaligen
Söllers |
| 13 |
Hof, flankiert vom Fels 16 und der
Ringmauer mit Geschütznischen |
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29 |
Nordöstliche Schildmauer, meist
verkleideter Fels (wie 16) |
| 14 |
Treppenturm (v. 1518) zum Verlies,
zur Sterbekammer 15, Ringmauer und nach j |
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30 |
Reste der Wendeltreppe von u in die
Keller 11 |
| 15 |
Sterbekammer des Ritters Franz von
Sickingen, 7.5.1523 |
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31 |
Treppe zur Plattform über 10;
war überwölbter Raum |
| 16 |
Felsenkern, der eigentliche "Nanstein",
ca. 15 m hoch, aus rotem Sandstein.
Ältester Burgteil aus dem 12. Jhdt. |
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32 |
Gang (von 1590) durch den Fels 16 |
Verschwundene Teile: a-z
| a |
Vorschanze des Haupttores 1 |
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n |
Wallgraben mit Palisaden; 1860 eingeebnet |
| b |
Wachthaus am Treppenweg von der Stadt
in die Burg |
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o |
Laubengang vor dem Rittersaal u |
| c |
Wachtturm der südlichen Vorburg
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p |
Haupt-Wohntrakt mit 3 Stockwerken |
| d |
Großer Zwinger |
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q |
Zisterne |
| e |
Kleiner Zwinger |
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r |
Festungsanlage mit Flankierungsturm |
| f |
Burgtor mit Zugbrücke und Widerlager
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s |
Südöstl. Haupt-oder Schildmauer,
6-7 m dick (freigelegt 1963) |
| g |
Torturm mit Fallgatter |
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t |
Batterieturm vom 1518, 6 Stockwerke,
mit Geschütz- und Pulverkammern, Mauerdicke 4-5 m, Durchmesser
ca. 26 m |
| h |
Zwischenhof |
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u |
Palas mit Rittersaal und Söller |
| i |
Zwingermauer mit Geschützkammern
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v |
Nördliche Stadtmauer (in Richtung
Zehntenscheuer/Krankenhaus) |
| j |
Torbau mit Wohnung des Burgvotes
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w |
Treppenaufgänge zu den Wehranlagen |
| k |
Innerer Vorhof |
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x |
Zeughaus und Waffenkammer |
| l |
Befestigte Stallungen und Dienstwohnungen
der westlichen Vorburg |
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y |
Äußere Ringmauer mit Sternwerken
(Fortführung von 3) |
| m |
Bastion mit Turm und dreifachem Mauerring;
die nördl. Vorburg von ca. 1590 |
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z |
Trenn-Mauer mit Gattertor (zwischen
Zeughaus x und Burghof 18) |
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